Donnerstag, März 19, 2009

Microblogging: Veränderung der Information

Die Information wird
schneller,
kürzer,
vorläufiger,
revidierbarer,
z.T. emotionaler,
fragmentierter,
schnappschussartiger,
perspektivischer,
spielerischer.
Das steht in Zusammenhang mit
Aktualitätsdruck,
Subjektivität,
evtl. auch Schnelligkeit des Ablaufs,
anderer Bewertung von Wichtigkeit.
Auswirkungen können sein
Vergrößerung der Zahl der Informationen,
Risiko des Untergehens der relevanten,
Rückgang des Informationsgehalts (geringere Dichte),
Singularisierung statt Zusammenhang.

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Sonntag, Februar 03, 2008

Zunahme von Informationen

Bei einer steigenden Anzahl von Informationen nimmt auch die Möglichkeit zu, dass die einzelne Information entweder nicht mehr wahrgenommen wird oder zur Kenntnis genommen und evtl. weitergeleitet wird, aber folgenlos bleibt, da keine Auseinandersetzung stattfindet und keine Konsequenzen gezogen werden. Andererseits ist schwer einzuschätzen, welche Effekte eine Information tatsächlich hat - es kann immer auch anders laufen, der Rezipient kann aus und mit der Information dennoch etwas machen.

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Sonntag, Februar 11, 2007

Blogs: Vorläufigkeit als Endgültigkeit

Vorläufiges Hinschreiben und es endgültig dabei belassen.
Kurzes Hinsehen und (vermeintliches) Bescheidwissen.
Reproduktion einer Meinung - die Auseinandersetzung ist geschlossen.

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Donnerstag, Februar 01, 2007

Blogs: Schreiben und Verantwortung

Etliche Schreiber sind anscheinend der Auffassung:
Man braucht nichts begründen.
Man kann einfach seine Meinung schreiben.
Man braucht nichts überprüfen.
Man muss nicht als Person für seine Aussagen einstehen.
Man kann einfach seiner "Subjektivität" freien Lauf lassen.
Man kann distanzlos die Idiome des Internet-Slangs übernehmen.
Man kann Informationen einfach rezipieren und distribuieren.
Man muss nicht - wirklich, ernsthaft, solide, exakt, abwägend - eine Argumentation aufbauen.
Schnelligkeit zählt mehr als die Qualität der Aussage.

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Mittwoch, Januar 17, 2007

Blogs als Qualifikationsnachweis

"Bei Bewerbungen in den USA wird der Job-Aspirant bereits über seine Blogs befragt. Es ist zunehmens wichtig, dass sich im Internet mit meinem Namen, meinen Pseudonymen eine durchgängige Geschichte verbindet, die sich zurückverfolgen lässt." (Andreas Weigend in Focus 41/2006, S.188).
Zunehmender Einbezug des bisher Privaten in die Verwertungslogik.
Feststellbar sind Positionen, Interessen, technische Kompetenz, Innovationsverhalten, Medienkompetenz, Kommunikationsneigung, Formulierungskünste, diskursive Gewandtheit, Sekundärtugenden.
Werden in Zukunft Blogs - zumindest auch - darauf ausgerichtet?
Werden Blogs dann mit Blick auf berufliche Verwertbarkeit geschrieben?
Trennt man zwischen privaten und beruflich verwertbaren Blogs?
Oder gibt es Mischungen?

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Montag, Januar 01, 2007

Blogs: Wegwerf-Information - Interessengeleitete Verwendung oder Nicht-Beachtung

In Blogs wird mit Information häufig in der Weise verfahren, dass man sie benutzt, wenn es so passt, und dann wegwirft bzw. vergisst; passt sie nicht, wird sie nicht weiter zur Kenntnis genommen.
Information wird meist nicht festgehalten, archiviert, mehrfach bedacht, überprüft, diskutiert, evtl. verändert, fortgeführt.
Es erfolgt nicht selten keine Auseinandersetzung mit der Information, sondern Verwendung /Nutzung oder Nicht-Verwendung, also Übernahme oder Ablehnung bzw. Nichtbeachtung statt Bearbeitung - je nach Kongruenz oder Inkongruenz mit den eigenen Interessen und Intentionen.

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Donnerstag, Dezember 21, 2006

Blogs: Schreiben statt denken

Zuviele schreiben, bevor sie etwas zu Ende gedacht haben;
manche schreiben, bevor sie angefangen haben zu denken.

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